Kontext

Beschaffungswesen

Unter Beschaffungswesen versteht der SIA die Gesamtheit aller vertraglichen Verhältnisse im Lebenszyklus eines Bauwerks. Das SIA-Ordnungswerk widmet sich den Definitionen dieser und bietet für institutionelle und private Bauherrschaften ein umfassendes und bewährtes Regelwerk.

Die Ordnungen werden von SIA-Kommissionen erarbeitet und unterhalten. Diese sind interdisziplinär mit führenden Fachleuten ihrer jeweiligen Disziplin besetzt, die diese wertvolle Arbeit ehrenamtlich leisten. An der Definition der Rollen, Verantwortungen und Prozessen, die in den Ordnungen beschrieben werden, sind alle Interessenvertreter – Planende, Bauherrenorganisationen, Verbände und Unternehmen – beteiligt.

Die Erarbeitung der Ordnungen folgt einem klar definierten Schema. Zudem wird jede Neupublikation und Revision in eine öffentliche Vernehmlassung gegeben und durch die Zentralkommission für Ordnungen (ZO) und die Delegiertenversammlung (DV) bestätigt. Diese aufwändigen Erarbeitungs- und Bewilligungsprozesse führen zu breit abgestützten und belastbaren Dokumenten, die nachhaltige Gültigkeit aufweisen.

Motiviert durch Grundlagen wie Davos Declaration und den UN Sustainable Development Goals und somit auf Nachhaltigkeit, Qualität und Baukultur fussend, wird mit dem Ordnungsschaffen eine Annäherung an die Vision des SIA verfolgt: «Unser Ziel ist ein zukunftsfähiger und nachhaltig gestalteter Lebensraum von hoher Qualität. Darauf richten wir alle unsere Anstrengungen aus.»